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Schaufenster Bayern-Sachsen „Elektromobilität verbindet“
Schwerpunkt: Langstreckenmobilität auf der Achse A9 München-Leipzig
Am 16. Januar 2012 wurde die gemeinsame Bewerbung der Freistaaten Bayern und Sachsen um ein Schaufenster Elektromobilität feierlich in München vorgestellt. Der Bund plant in drei bis fünf Regionen Deutschlands ein solches Schaufenster einzurichten und mit 180 Millionen Euro zu fördern. Die beiden Ministerpräsidenten Horst Seehofer und sein sächsischer Amtskollege Stanislaw Tillich sowie die jeweiligen Wirtschaftsminister Martin Zeil und Sven Morlok haben zusammen mit Vertretern der Industrie den Stellen-wert der Elektromobilität hervorgehoben, den Technologiestandort Deutschland zukünftig zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln.
Stellvertretend für 80 Projekte und über 150 Partner, davon eine hohe Anzahl an kleinen und mittleren Unternehmen, haben die Industrievertreter bestehend aus Audi AG, BMW AG, Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) AG, DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, E.ON AG, MAN Truck & Bus AG, Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH, N-ERGIE Aktienge-sellschaft, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Siemens AG, Ingolstadt Netze GmbH, Stadtwerke Leipzig GmbH und Stadtwerke München (SWM) GmbH die Bewerbung beim Bund einge-reicht. Der Antrag mit dem Leitmotto „ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET“ wird durch einen starken politischen Rückhalt aus den beiden Freistaaten Bayern und Sachsen unterstützt.
So verwiesen die beiden Wirtschaftsminister Zeil und Morlok bei der Pressekonferenz in München darauf, dass die Bewerbung nicht bei Null startet, sondern auf einer guten Basis aufbauen kann. Beide Freistaaten sind mit den Städten München, Leipzig und Dresden seit 2009 Modellregionen für Elektromobilität, einer vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung geförderte Initiative. Mit der Nord-Süd Achse im breiten Korri-dor entlang der Bundesautobahn A 9 soll die Elektromobilität als Technologie der Zukunft in großem Stil etabliert werden und die beiden Freistaaten zu einem Schaufenster Elektromobilität verbinden.
Die Initiatoren der Bewerbung stellen sich im Schaufenster vor, gezielt die intermodalen Aspekte der Elektromobilität zu adressieren - dass zum Beispiel ein Geschäftsreisender in Dresden auf dem Flughafen landet, in einen elektrischen Shuttlebus zum Terminal ein-steigt und mit Hilfe des elektrifizierten ÖPNV in die Stadt gelangt, beziehungsweise die letzte Meile innerstädtisch mit einem zuvor über das Smartphone reservierten Fahrzeug zurücklegt. Den Anschlusstermin in Leipzig erreicht er mit dem Zug, wo ein neuer elektri-scher Mietwagen auf ihn wartet, um weiter über Nürnberg nach München zu fahren. Dort erwartet ihn bereits seine Familie, mit der er am nächsten Tag zum Winterurlaub in die Alpen aufbricht, wofür er grenzüberschreitende Angebote des eCarSharing nutzen kann.
Langstreckenmobilität ist einer von fünf Schwerpunkten bei der Schaufensterbewerbung der beiden Freistaaten. So ist der Titel für das bayerisch-sächsische Schaufenster „ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET“, nicht nur Leitmotto für das Schaufenster, sondern wird auch konkret mit Projekten unterlegt. Die Strecke entlang der A 9 zwischen Mün-chen, Ingolstadt, Nürnberg, Hof und Leipzig steht dabei im Fokus. Infrastruktur und En-gagement von Industrie, Kommunalbetrieben und Stadtverwaltung in den 400 km voneinander entfernten, boomenden Metropolregionen bieten ein ideales Umfeld, um die Eig-nung von Elektrofahrzeugen für die Langstrecke unter Beweis zu stellen. Zentral begin-nend am Olympiapark in München, soll mit der Errichtung von Schnellladestationen in einem maximalen Abstand von 90 Kilometern entlang der Autobahn der Weg bis nach Leipzig geebnet werden. Zielgruppen sind sowohl Berufspendler, die nur einen Teil der Strecke zur Arbeit auf der A 9 zurücklegen, als auch Geschäftsreisende und Touristen, die die komplette Entfernung zurücklegen. Maßgeblich beteiligt sind die Unternehmen BMW, Audi, Siemens und EON sowie die regionalen Energieversorger an den jeweiligen Stre-ckenabschnitten. Besonderer Wert wird dabei auf die Entwicklung von Schnellladestatio-nen mit einem standardisierten Stecker und die Etablierung von Geschäftsmodellen für den Betrieb von Schnellladestationen gelegt, die heute auf der A 9 zwischen München und Leipzig erprobt werden sollen, damit sie morgen an Raststätten und Autohöfen ent-lang aller Bundesautobahnen stehen können. Ein übergeordnetes Operation Center stellt den Betrieb und die Überwachung der Nutzung der Ladeinfrastruktur als Grundlage für die Geschäftsmodellentwicklung sicher.
Neben der Strecke von München nach Leipzig könnte durch eine spätere Verlängerung bis nach Berlin die vollständig elektrische Fahrt auf der A 9 durchgeführt werden. Auch mit dem benachbarten Bundesstaat Österreich ist für das Schaufenster eine Kooperation über Salzburg bis nach Wien geplant. Durch die Kooperation zwischen Deutschland und Österreich wird ein wichtiger erster Schritt in Richtung Vereinheitlichung von Standards auf europäischer Ebene beim Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität angegangen.
Erfahren Sie mehr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 400 40 71 oder unter www.elektromobilitaet-verbindet.de
Pressekontakt
Steffen Thie
Tel.: 0351 4910-3186
Fax: 0351 4910-3155
E-Mail: steffen.thie@saena.de





